Mediation & Konfliktlösung
in Wien

Konflikte entstehen selten nur auf einer Ebene. Rechtliche Fragen, wirtschaftliche Interessen, operative Anforderungen und zwischenmenschliche Realitäten greifen ineinander. Mediation schafft einen Rahmen, in dem diese Dimensionen sichtbar werden und Lösungen entstehen können, die praktisch umsetzbar und langfristig tragfähig sind.
Was kann Man von mediation erwarten?
Mediation bietet einen strukturierten Rahmen, um festgefahrene Konflikte zu bearbeiten. Ziel ist es, die Kommunikation wieder so weit herzustellen, dass die Beteiligten ihre Interessen formulieren und gemeinsam eine Lösung finden können.
Neue Perspektiven, ohne die Entscheidungskompetenz der Parteien zu beschränken. Als Mediatorin strukturiere ich den Prozess und unterstütze Sie dabei, unterschiedliche Sichtweisen, Interessen und Handlungsmöglichkeiten sichtbar zu machen. Die Entscheidung über Inhalt und Ergebnis der Mediation bleibt jedoch bei Ihnen. Sie kennen Ihre Lebens- und Arbeitsrealitäten am besten und können beurteilen, welche Lösung langfristig tragfähig ist.
Ergebnisoffenheit erweitert den Handlungsspielraum. Sie sind nicht auf die rechtlichen Aspekte ihres Konflikts beschränkt und können auch wirtschaftliche, operative und zwischenmenschliche Interessen einbringen. Auf dieser Basis können Sie gemeinsam unterschiedliche Optionen entwickeln, prüfen und auch wieder verwerfen, bis Sie ein Ergebnis erarbeitet haben. Dass im Mediationsprozess auch Lösungen entwickelt werden können, die über die ursprünglichen Vorstellungen der Beteiligten hinausgehen, ist eine besondere Stärke der Mediation.
Es ist nicht leicht, mit einer Person, mit der ein Konflikt besteht, an einem Tisch zu sitzen. Ich weiß, wie herausfordernd es sein kann, einen Konflikt bewusst anzugehen, sich auf ein Verfahren einzulassen, dessen Ausgang offen ist, und mit der damit verbundenen Unsicherheit umzugehen, insbesondere wenn die Situation bereits festgefahren erscheint. Mir ist bewusst, welchen Vertrauensvorschuss Sie mir entgegenbringen, wenn Sie mich in einen persönlichen oder wirtschaftlich sensiblen Konflikt einbeziehen. Es ist mein Anspruch, diesem Vertrauen durch eine sorgfältige Prozessbegleitung, einen sicheren Rahmen und eine wertfreie Haltung gerecht zu werden.
Wenn Sie einen Konflikt einordnen möchten, eine Mediation in Erwägung ziehen oder Fragen haben, melden Sie sich gerne.
Mediation in verschiedenen Konfliktfeldern
Unterschiedliche Konflikte erfordern unterschiedliche Lösungsansätze. Auf den folgenden Seiten erhalten Sie vertiefende Informationen darüber, wie Mediation in wirtschaftlichen, privaten und innerbetrieblichen Konfliktsituationen unterstützen kann.
Wirtschaftsmediation
Mediation im privaten Bereich
Innerbetriebliche MediationSie möchten sich zunächst einen Überblick verschaffen?
Weiter unten finden Sie Antworten auf häufige Fragen zum Ablauf, den Kosten und den rechtlichen Rahmenbedingungen einer Mediation.
Häufige Fragen
Mediation ist ein strukturiertes Verfahren zur Klärung und Lösung von Konflikten. Ablauf und Gestaltung werden im Rahmen eines Erstgesprächs individuell auf Ihre Situation und das jeweilige Thema abgestimmt.
- Zu Beginn setzen Sie ein gemeinsames Ziel für die Mediation fest. Das bedeutet nicht, dass Sie bereits eine konkrete Lösung im Blick haben müssen. Vielmehr zeigt eine gemeinsame Zielrichtung, ob Mediation in Ihrem Fall der richtige Weg ist. Wenn etwa eine Seite die Zusammenarbeit oder Beziehung fortsetzen möchte, während die andere eine Trennung anstrebt, ist Mediation in der Regel nicht das geeignete Verfahren.
- Auf dieser Grundlage strukturieren wir die relevanten Themen. Gemeinsam erarbeiten wir, welche Fragen geklärt werden müssen, um das angestrebte Ziel zu erreichen. So entsteht ein klarer roter Faden für eine effiziente Prozessführung.
- Wir erweitern den Blick von den Positionen auf die dahinterliegenden Interessen. Wir klären nicht nur, was jede Seite möchte, sondern auch, warum bestimmte Anliegen wichtig sind, etwa Verlässlichkeit in der Betreuung der Kinder, klare Zuständigkeiten zwischen Geschäftspartnern, eine faire Aufgabenverteilung im Team oder Planungssicherheit in finanziellen Fragen. Erst wenn die Interessen der Beteiligten sichtbar werden, erweitert sich der Spielraum für individuelle Lösungen.
- Auch festgefahrene Kommunikation kann wieder in Gang kommen. Viele der Gespräche hat man schon geführt, Streitmuster wiederholen sich, man fühlt sich nicht gehört oder gesehen. Meine Aufgabe als Mediatorin ist es, diese Dynamik behutsam zu durchbrechen und den Dialog wieder auf eine konstruktive Ebene zu führen.
- Ziel der Mediation ist eine tragfähige und nachhaltige Lösung. Es geht nicht um einen schnellen Kompromiss, sondern um ein Ergebnis, das die Interessen aller Beteiligten berücksichtigt und langfristig Bestand hat.
Der Ablauf wird individuell gestaltet und orientiert sich an folgenden Phasen:
Phase 1 – Orientierung und Rahmen
- Erstgespräch: Worum geht es konkret? Wer ist beteiligt?
- Klärung der Eignung: Wir prüfen, ob Mediation für Ihre Situation der geeignete Weg ist.
- Zielklärung: Was soll durch die Mediation erreicht werden?
- Ablauf und Rahmen: Gemeinsam werden Vorgehen, Termine und die passende Gestaltung der Mediation vereinbart. Erforderliche Vorbereitungen werden abgestimmt.
- Einwilligung: Alle Beteiligten stimmen der Durchführung der Mediation zu.
- Mediationsvertrag: Wir schließen eine Vereinbarung, die die Grundlagen der Zusammenarbeit und des Mediationsverfahrens regelt.
Phase 2 – Themensammlung und Strukturierung
- Welche Themen müssen besprochen werden, um das gemeinsame Ziel zu erreichen?
- Sie bringen Ihre Anliegen, Sichtweisen und Themen ein.
- Ich strukturiere die Gespräche, sorge für einen ausgewogenen Austausch und unterstütze einen geordneten Ablauf.
- Die Themen werden gemeinsam gesammelt, geordnet und die Reihenfolge der Bearbeitung festgelegt.
- Die Bearbeitung erfolgt in einem Tempo, das zum Konflikt und zu den Beteiligten passt.
Phase 3 – Interessen und Bedürfnisse verstehen
In dieser Phase geht es darum, die Beweggründe hinter den geäußerten Positionen sichtbar zu machen.
Nicht nur: „Was will ich?“
Sondern vor allem: „Warum ist mir das wichtig?“
Beispiel:
Statt: „Ich will das Auto behalten.“
Dahinter kann stehen: „Ich brauche eine verlässliche Möglichkeit, zur Arbeit zu kommen.“
Wenn die Interessen und Bedürfnisse aller Beteiligten sichtbar werden, entsteht ein besseres Verständnis füreinander. Dadurch erweitert sich der Handlungsspielraum und es entstehen Lösungswege, die über starre Gegensätze hinausgehen.
Phase 4 – Optionen entwickeln
- Gemeinsam werden verschiedene Lösungsmöglichkeiten entwickelt.
- Im Mittelpunkt steht nicht die Frage, wer Recht hat, sondern welche Lösung die Interessen und Bedürfnisse aller Beteiligten möglichst gut berücksichtigt.
- Dabei können auch Lösungen entstehen, die ein Gericht so nicht entscheiden könnte, etwa individuelle Regelungen für die zukünftige Zusammenarbeit.
- Die gesammelten Optionen werden gemeinsam bewertet und auf ihre Tragfähigkeit weiterentwickelt.
Phase 5 – Lösung und Vereinbarung
- Die Beteiligten entwickeln gemeinsam eine Lösung.
- Die Ergebnisse werden dokumentiert und auf ihre praktische Umsetzbarkeit geprüft.
- Je nach Sachverhalt kann eine rechtliche Evaluierung und schriftliche Ausarbeitung der Vereinbarung sinnvoll sein.
- Auf Wunsch begleite ich auch die Umsetzung, etwa durch ein Follow-up oder eine Nachbesprechung.
Als eingetragene Mediatorin begleite ich Sie durch den Mediationsprozess und unterstütze Sie dabei, eigenverantwortlich eine tragfähige Lösung zu entwickeln. Meine Rolle und meine Pflichten sind dabei gesetzlich klar definiert:
- Allparteilichkeit (Äquidistanz): Ich bin allen Beteiligten gleichermaßen verpflichtet und unterstütze Sie bei der Lösungsfindung.
- Neutralität: Ich begegne den Parteien und dem Konflikt unvoreingenommen und ohne Wertung. Sollte ich den Eindruck gewinnen, diese Haltung im weiteren Verlauf nicht mehr uneingeschränkt wahren zu können, informiere ich die Parteien und beende die Mediation.
- Unabhängigkeit: Vor Beginn der Mediation führe ich einen Conflict Check durch, um sicherzustellen und den Parteien bestätigen zu können, dass ich personell, finanziell und wirtschaftlich sowohl von den Parteien als auch vom Konflikt unabhängig bin. Sollten vor oder während der Mediation Umstände bekannt werden, die Zweifel an meiner Unabhängigkeit begründen könnten, lege ich diese den Parteien unverzüglich offen.
- Verfahrensverantwortung: Ich strukturiere und leite das Verfahren, sorge für einen klaren Ablauf sowie eine konstruktive Gesprächsführung. Über Inhalt und Ergebnis der Mediation entscheiden ausschließlich die Parteien.
- Keine Rechts- oder Fachberatung: Ich erteile keine Rechts-, Steuer- oder sonstige Fachberatung und treffe keine fachlichen Entscheidungen für die Parteien. Soweit rechtliche, steuerliche oder sonstige Fachfragen zu klären sind, weise ich auf den entsprechenden Beratungsbedarf hin. Die Parteien ziehen ihre jeweiligen Berater oder Experten eigenverantwortlich hinzu.
Im Verfahren selbst geht es mir darum,
- den Konflikt in seinen rechtlichen, wirtschaftlichen, operativen und zwischenmenschlichen Dimensionen zu strukturieren,
- Positionen von den dahinterliegenden Interessen zu unterscheiden und den Verhandlungsspielraum sichtbar zu machen,
- durch gezielte Fragen und kritisches Hinterfragen dort Klarheit zu schaffen, wo Annahmen als Tatsachen behandelt werden,
- festgefahrene Kommunikations- und Verhandlungsmuster behutsam zu durchbrechen,
- gemeinsam mit den Parteien Lösungsoptionen auf ihre praktische Tragfähigkeit zu prüfen,
- und offen anzusprechen, wann weiterer Beratungsbedarf besteht oder Mediation an ihre Grenzen stößt.
Mehr dazu in den Fachbeiträgen:
- Eigenverantwortung & Freiwilligkeit: Sie behalten jederzeit die Kontrolle über den Verlauf und die Lösung der Mediation. Als Mediatorin treffe ich keine Entscheidung für Sie.
- Zeit- und Kostenersparnis: Mediation ist häufig schneller und kostengünstiger als ein Gerichts- oder Schiedsverfahren.
- Effizienz & Flexibilität: Ablauf und Zeitplan werden gemeinsam festgelegt. In vielen Fällen kann eine Mediation innerhalb weniger Sitzungen abgeschlossen werden.
- Vertraulichkeit: Die Bearbeitung des Konflikts erfolgt unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Als Mediatorin bin ich zur Verschwiegenheit verpflichtet.
- Fristenhemmung: Laufende Gerichts- bzw. Verjährungsfristen können während der Mediation gehemmt werden. Dadurch entstehen durch den Versuch einer außergerichtlichen Einigung keine rechtlichen Nachteile.
- Individuelle Lösungen: Anders als in einem Gerichtsverfahren können Lösungen entwickelt werden, die auf die Interessen und Bedürfnisse aller Beteiligten zugeschnitten sind.
- Nachhaltigkeit: Gemeinsam erarbeitete Lösungen werden häufig besser akzeptiert und langfristig umgesetzt.
Mehr dazu in den Fachbeiträgen:
Wenn Konflikte festgefahren sind, stellt sich häufig die Frage: Was kann ein Mediator beitragen, wenn die Beteiligten selbst nicht weiterkommen? Wenn Gespräche innerhalb der Familie, im beruflichen Umfeld oder mit Unterstützung von Freunden nicht mehr weiterführen, wie kann ein Mediator helfen, der in dem Konflikt keine Entscheidung trifft? Wenn Anwälte bereits versucht haben, den Konflikt gütlich beizulegen, was kann ein Mediator in diesem Fall noch beitragen?
Die ehrliche Antwort lautet: Es kommt darauf an. Nicht jeder Konflikt lässt sich durch Mediation lösen. Wenn die Positionen und Zielsetzungen der Beteiligten sehr weit auseinanderliegen, eine weitere Zusammenarbeit ausgeschlossen ist oder der Konflikt bereits so stark eskaliert ist, dass eine gemeinsame Bearbeitung nicht mehr möglich erscheint, kann auch eine Mediation an ihre Grenzen stoßen.
Gerade deshalb lohnt es sich, bewusst zu prüfen, ob und wann ein neutraler Dritter sinnvoll eingebunden werden kann.
Der Mehrwert eines Mediators liegt nicht darin, Lösungen vorzuschlagen oder eine Entscheidung zu treffen, sondern darin, die Art der Konfliktbearbeitung zu verändern.
Denn Beteiligte sind immer auch Teil des Konflikts. Je länger ein Konflikt besteht, desto stärker können sich bestimmte Wahrnehmungen, Kommunikationsmuster und Verhandlungspositionen verfestigen. Es wird schwieriger, gleichzeitig die eigene Perspektive zu vertreten und den Konflikt mit ausreichender Distanz zu betrachten.
Ein Mediator schafft diese zusätzliche Perspektive. Er strukturiert die Gespräche, stellt gezielte Fragen, macht unterschiedliche Sichtweisen sichtbar und trennt Konfliktebenen. Er unterstützt die Parteien dabei, Annahmen zu überprüfen, Unsicherheit auszuhalten und neue Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Gleichzeitig hilft er, Lösungsoptionen auf ihre praktische Umsetzbarkeit und Tragfähigkeit zu prüfen.
Dadurch können neben den ursprünglichen Positionen auch die dahinterliegenden Interessen, wirtschaftlichen Zusammenhänge und eigentlichen Konflikttreiber sichtbar werden. Erst auf dieser Grundlage entstehen manchmal Lösungsoptionen, die zuvor nicht erkennbar waren.
Nein. Ein Kompromiss oder eine 50:50-Lösung ist weder das zwingende noch das typische Ergebnis einer Mediation.
Ein Grund dafür ist, dass in der Mediation nicht nur die Positionen der Parteien betrachtet werden, sondern die dahinterliegenden Interessen. Diese Verlagerung erweitert den Verhandlungsspielraum und kann Lösungsmöglichkeiten sichtbar machen, die zu Beginn noch nicht erkennbar waren:
Eine Partei macht möglicherweise bei einer finanziellen Forderung Zugeständnisse, während sie im Gegenzug andere Interessen verwirklichen kann, etwa durch angepasste Vertragsbedingungen, die Fortsetzung einer Geschäftsbeziehung oder neue Kooperationsmöglichkeiten.
Eine Mediation führt jedoch nicht automatisch zu einer Einigung. Die Parteien entscheiden jederzeit selbst, ob sie eine Lösung annehmen oder den Prozess beenden möchten.
Mehr dazu im Fachbeitrag:
Wenn Parteien von Gerechtigkeit oder Fairness sprechen, meinen sie selten dasselbe und selten nur eine einzige Dimension. Oft werden rechtliche Ansprüche, subjektive Bewertung und Erwartungen an den Konfliktverlauf vermischt. Was als gerecht oder fair empfunden wird, hängt davon ab, welche Ebene betrachtet wird:
- Rechtliche Gerechtigkeit: Was ist rechtlich geschuldet und durchsetzbar?
- Subjektive Fairness: Was empfinden die Beteiligten als angemessen oder ausgeglichen?
- Prozedurale Gerechtigkeit: Wurde das Verfahren als fair erlebt, wurden die Beteiligten gehört?
Ein Gerichtsverfahren klärt verbindlich die Rechtslage. Ein rechtlich korrektes Urteil kann jedoch subjektiv als ungerecht empfunden werden, etwa wenn wesentliche Aspekte des Konflikts jenseits der Rechtsfragen unbearbeitet bleiben.
Mediation eröffnet den Beteiligten die Möglichkeit, die verschiedenen Gerechtigkeitsdimensionen selbst zu gewichten. Die rechtliche Ausgangslage muss nicht die alleinige Grundlage einer Vereinbarung sein. Gleichzeitig bewegt sich jede Mediationsvereinbarung innerhalb des rechtlichen Rahmens. Entscheidend ist eine Lösung, die die Beteiligten selbst als tragfähig und gerecht bewerten.
Ob Gericht oder Mediation der geeignete Weg sind, hängt neben Prozessrisiken und strategischen Erwägungen auch davon ab, welche Art von „Gerechtigkeit“ tatsächlich gesucht wird.
Mehr dazu im Fachbeitrag:
Eine pauschale Antwort gibt es darauf nicht. Die Dauer hängt von verschiedenen Faktoren ab: von der Komplexität des Konflikts, der Zahl der Beteiligten, der Zeit, die den Parteien zur Verfügung steht, sowie davon, ob zwischen den Sitzungen Konsultationen mit Anwälten oder anderen Experten erforderlich sind.
Aus der Praxis lässt sich sagen: In vielen Fällen ist es realistisch, eine Mediation innerhalb von drei bis fünf Sitzungen abzuschließen. Bei komplexeren Auseinandersetzungen – etwa zwischen Unternehmen – kann sich ein Mediationsprozess auch über mehrere Monate erstrecken.
Wir legen den Ablauf gemeinsam fest und Sie entscheiden, in welchen Abständen die Sitzungen stattfinden und wie viel Zeit zwischen den Sitzungen erforderlich ist, etwa, um rechtliche Beratung einzuholen oder weitere Themen vorzubereiten.
Die Kosten einer Mediation hängen vom individuellen Aufwand ab. Das Honorar wird transparent im Voraus vereinbart, wahlweise auf Stundenbasis, als Tagessatz oder als Pauschale.
In einem gemeinsamen Erstgespräch klären wir nicht nur Ihre Anliegen, sondern auch den voraussichtlichen Kostenrahmen und die geeignete Ausgestaltung des Verfahrens.
Je nach Konflikt können neben dem Honorar weitere Kosten entstehen, etwa für anwaltliche Beratung, Konsultation von Experten und Sachverständigen, sowie die Vorbereitung und Ausarbeitung einer Mediationsvereinbarung (Vertragserrichtungskosten, allfällige Vergleichsgebühr nach § 33 TP 20 GebG etc.).
In bestimmten Fällen übernimmt die Rechtsschutzversicherung die Kosten einer Mediation ganz oder teilweise. Ob und in welchem Umfang Versicherungsschutz besteht, klären Sie am besten vorab mit Ihrem Versicherer.
Eine Mediation kann mit einer rechtlich verbindlichen Vereinbarung enden, sie muss es aber nicht. Die Entscheidung darüber liegt bei den Parteien selbst. Vorab lohnt es sich, folgende Fragen zu klären:
- Soll das Ergebnis der Mediation rechtlich verbindlich sein? Falls ja, in Form einer mündlichen oder schriftlichen Vereinbarung?
- Wenn ein schriftliches Dokument erstellt wird: Dient es lediglich als Erinnerungs- und Arbeitsgrundlage, oder soll es rechtlich bindend ausgestaltet sein?
- Ist externe Beratung durch Rechtsanwälte, Notare oder Steuerberater erforderlich, und mit welchen Kosten ist dabei zu rechnen?
- Falls eine Bindung gewollt ist: Soll die Vereinbarung unmittelbar vollstreckbar sein, und gegebenenfalls auch international?
- Sind mit der gewählten Form Stempel- oder sonstige Rechtsgebühren verbunden?
Eine bewusste Auseinandersetzung mit diesen Fragen unterstützt eine klare und tragfähige Gestaltung des Mediationsergebnisses und hilft, rechtliche und wirtschaftliche Überraschungen zu vermeiden.
Mehr dazu in den Fachbeiträgen:
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